Tradition

Das organisierte Schützenwesen in Deutschland reicht bis ins Mittelalter zurück. Die ältesten noch heute bestehenden Schützenvereine sind mehrere hundert Jahre alt. Ursprünglich erfüllten ihre Mitglieder wichtige Schutzfunktionen für die Städte, später wurden ihre Zusammenkünfte zum zentralen Bestandteil kommunaler Festkultur.

Im 19. Jahrhundert gehörten die Schützen zu den Vorkämpfern eines liberalen geeinten Deutschlands. Mit der Wende zum 20. Jahrhundert vollzog sich der Übergang zum reinen Sportschießen.

Aus der Tradition heraus, die sich bis in das 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, standen die Bruderschaften der Kirche immer sehr nahe. Neben der Fürsorge in den Kranken- und Sterbehäusern sahen viele Schützenbruderschaften im 19. Jahrhundert ihre Hauptaufgabe in der Begleitung von Prozessionen, so genannten Gottestrachten und kirchlichen Aufzügen, wie sie es schon seit Jahrhunderten taten. Dies ist auch in den meisten Satzungen heute noch verankert. Auch die Pflege der Heimat lag ihnen immer am Herzen.